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    GuíaEne 2026·13 Min.

    Barrierefreie Flughäfen: vom Check-in bis zum Boarding

    Wie man eine inklusive Flughafenerfahrung gestaltet: Check-in, Kontrollen, Lounges und Gates. Lektionen aus Heathrow, Schiphol und Madrid-Barajas.

    Retrato de David Prieto González
    David Prieto GonzálezHead of Digital Growth and IA · NaviLens

    Fliegen ist für Menschen mit Behinderungen weiterhin eine reibungsvolle Erfahrung. Und doch sind Flughäfen eines der Umfelder, in denen Barrierefreiheit am besten geplant werden kann: zweckgebaute Räume, mit geschultem Personal, Budget und gesetzlicher Verpflichtung (EU-Verordnung 1107/2006) zur Unterstützung.

    Laut ACI Europe stiegen die PRM-Hilfeanfragen (Personen mit eingeschränkter Mobilität) an europäischen Flughäfen zwischen 2019 und 2024 jährlich um 14 % und erreichten 2024 6 Millionen. Es ist eines der am schnellsten wachsenden Passagiersegmente.

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    Die Passagierreise

    • Zugang vom öffentlichen Verkehr zum Terminal
    • Check-in und Gepäckabgabe
    • Sicherheitskontrollen
    • Transit durch Terminal und Einkaufsbereiche
    • Boarding-Lounge
    • Gate und Boarding (Fluggastbrücke oder Bus)
    • Ankunft, Gepäckausgabe und Anbindung an den Bodenverkehr
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    Kritische Punkte

    Sicherheitskontrolle und Terminalwechsel sind die zwei Punkte, an denen die meisten Nutzer verloren gehen. Digitale Beschilderung mit barrierefreien Codes ermöglicht personalisierte Echtzeitinformationen: zugewiesenes Gate, geschätzte Zeit bis zum Gate, barrierefreie Route.

    Ein weiterer kritischer Punkt ist die Audioinformation: Flughafendurchsagen sind für Schwerhörige oft unverständlich. Bildschirme mit Live-Untertitelung und App-Benachrichtigungen sind bereits an Flughäfen wie Frankfurt oder München umgesetzte Alternativen.

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    Referenzfälle

    Heathrow bietet sein Programm Access HRW mit kostenloser Unterstützung und eigener App; Schiphol hat inklusives Wayfinding in T1 mit NaviLens-Codes an Zugängen und Services integriert; Madrid-Barajas setzt NaviLens seit 2022 an Zugängen und prioritären Services ein und führt das erste 'Sunflower Lanyard'-Programm Spaniens, das nicht sichtbare Behinderungen kennzeichnet.

    Singapur Changi unterhält seit 2019 ein umfassendes Programm mit geschultem Personal, sensorisch regulierten Räumen für ASS-Passagiere und reizarmen Routen. Sein NPS für Passagiere mit Behinderungen übersteigt 70, gegenüber dem europäischen Flughafendurchschnitt von 45.

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    Designempfehlungen

    • Barrierefreie Codes an jedem Entscheidungsknoten, in Echtzeit mit Flug und Gate integriert
    • Untertitelung an Boarding-Bildschirmen und in Einkaufsbereichen
    • Induktionsschleifen an Informationsschaltern und Gates
    • Redundante Beschilderung: visuell, audio und scannbar digital
    • Verpflichtende Schulung des gesamten Bodenpersonals in Diversitätsbetreuung
    • Erkennbare Programme (Sunflower Lanyard) für nicht sichtbare Behinderungen