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    WhitepaperDic 2025·10 Min.

    Sehbehinderung in Zahlen: die globale Karte 2026

    2,2 Milliarden Menschen weltweit mit einer Sehbeeinträchtigung. Wichtige Daten von WHO, IAPB und Eurostat, um die Dimension zu verstehen.

    Retrato de David Prieto González
    David Prieto GonzálezHead of Digital Growth and IA · NaviLens

    Was nicht gemessen wird, existiert nicht. Dies sind die wesentlichen Zahlen, um die tatsächliche Dimension von Sehbehinderung 2026 zu verstehen — zusammengetragen von WHO, IAPB (International Agency for the Prevention of Blindness), Eurostat und ONCE.

    01

    Globale Daten

    • 2,2 Milliarden Menschen mit Sehbeeinträchtigung weltweit (WHO, World Report on Vision)
    • Mindestens 1 Milliarde Fälle hätten verhindert werden können oder sind noch unbehandelt
    • 90 % leben in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen
    • 43 Millionen Menschen sind nach der jüngsten Vision-Atlas-Schätzung (2024) blind
    • 295 Millionen weisen eine mittlere bis schwere Sehbeeinträchtigung auf
    • 55 % der blinden Menschen sind Frauen
    02

    Hauptursachen

    • Unkorrigierte Refraktionsfehler (die häufigste und am besten vermeidbare Ursache)
    • Katarakt, weiterhin Hauptursache von Blindheit in Entwicklungsländern
    • Glaukom, diabetische Retinopathie und altersbedingte Makuladegeneration
    • Trachom, in vielen Ländern ausgerottet, aber in ländlichen Regionen Afrikas noch präsent
    03

    Europa

    In der EU leben über 30 Millionen Menschen mit Sehbehinderung. Spanien zählt rund 2 Millionen laut Eurostat und ONCE. Davon sind etwa 70.000 als gesetzlich Blinde bei der ONCE registriert.

    Die demografische Alterung ist der größte Treiber: 2050 wird jede vierte Person in Europa über 65 Jahre alt sein — ein Alter, ab dem sich die Prävalenz von Sehbehinderungen vervielfacht.

    04

    Spanien

    • 979.200 Personen mit einer Sehbehinderung (INE 2020)
    • 47.000 vollständig blinde Personen laut ONCE
    • 70 % sind über 65 Jahre alt
    • Nur 22 % der Menschen mit Sehbehinderung im erwerbsfähigen Alter sind beschäftigt
    05

    Trend

    Die Bevölkerungsalterung wird die Zahlen laut WHO bis 2050 verdoppeln. Hinzu kommt die 'stille Epidemie' der Myopie: 2050 wird voraussichtlich die Hälfte der Weltbevölkerung kurzsichtig sein, was Fälle von Makuladegeneration und Netzhautablösung erhöhen wird.

    Jede heute entworfene Dienstleistung muss dieses Szenario berücksichtigen: der barrierefreie Kunde ist keine Randminderheit, sondern die demografische Bahn des nächsten Vierteljahrhunderts.

    06

    Unternehmerische Implikationen

    Der Markt für Produkte und Dienstleistungen zur Barrierefreiheit für Sehbehinderung übersteigt 18 Milliarden Dollar jährlich (Allied Market Research, 2024) und wächst um 8 % pro Jahr. Unternehmen, die sich jetzt positionieren, sichern sich innerhalb eines Jahrzehnts einen Vorsprung.