Fallstudie · Cork, Irland
Eine mitgestaltete Galerie
— mit denen, die sie nicht sehen können.
The Glucksman (University College Cork) integriert NaviLens in «Fashion Show: Clothing, Art and Activism» innerhalb des europäischen Projekts BEAM UP: Codes an der Tür, auf den kuratorischen Texten und neben den Werkbeschriftungen, damit jeder Besucher den Saal in seiner Sprache hören kann.

BEAM UP
Creative Europe · 2020–2023
199.988 €
Förderung Smaller Scale Cooperation (EU)
29. Jul – 6. Nov 2022
Fashion Show: Clothing, Art and Activism
10 Künstler:innen
Berger, Framis, Gluklya, Sidibé, Tenant of Culture…
Kunde
The Glucksman
University College Cork
The Glucksman ist die Galerie für zeitgenössische Kunst des University College Cork, offen für Stadt und Campus, mit einem Programm aus internationalen Ausstellungen, der UCC-Sammlung und einer starken Bildungs- und Community-Arbeit.
Ihre Access-Politik erklärt den Anspruch, eine inklusive Organisation zu sein, «besonders für Menschen, die kulturelle Erfahrungen normalerweise nicht erleben». NaviLens reiht sich als ein weiteres Element in diese Politik ein, im Rahmen des europäischen Projekts BEAM UP — Blind Engagement in Accessible Museum Project, geleitet von Cooperativa Atlante (IT) mit den Partnern MSU Museum (Zagreb), Istituto dei Ciechi di Milano und The Glucksman selbst.
§ Die Herausforderung
Den Saal soll sich auch denen erklären, die ihn nicht lesen können.
- 01
Eine Universitätsgalerie für alle
The Glucksman auf dem Campus des University College Cork hat in seiner Access-Politik das Bekenntnis verankert, sich Gemeinschaften zu öffnen, die «kulturelle Erfahrungen nicht ohne Weiteres erleben». Die Frage war, wie dieses Bekenntnis im konkreten Rundgang jeder Ausstellung ankommt.
- 02
Beschriftungen und Wände, die nur Lesende erreichen
Die Wände von Fashion Show sind voll mit kuratorischen Texten, Werkbeschriftungen und Künstlerbiografien. Für sehbehinderte Besucher — oder für internationale Gäste — ist diese Wand undurchsichtig, wenn es keine zugängliche Alternative gibt.
- 03
Co-Design mit sehbehinderten Menschen
BEAM UP entstand gerade, um «Dienste gemeinsam mit sehbehinderten Menschen» zu produzieren, nicht für sie. Jede Lösung musste vom Smartphone des Besuchers aus aktivierbar sein, ohne proprietäre App oder spezielle Hardware im Raum.

§ Die Lösung
Eine barrierefreie Schicht
auf jeder Wand.
Jeder NaviLens-Code ist mit einem Ausstellungsbestandteil verknüpft: dem Eingang, dem einleitenden kuratorischen Text, den Abschnittswänden («Fashion Statements»), den Werkbeschriftungen von Malick Sidibé, Anna-Sophie Berger, Tenant of Culture oder Alicia Framis. Die — kostenlose — App erkennt sie aus mehreren Metern, im Winkel und bei wenig Licht.
Sehbehinderte Besucher hören den Inhalt in ihrer Sprache; internationale Besucher können dasselbe, ohne auf Englisch angewiesen zu sein. Alles vom eigenen Smartphone aus, ohne proprietäre App und ohne zusätzliche Infrastruktur im Raum.
§ Chronologie
Von einem europäischen Projekt zu einer erlebten Ausstellung.
- 2020
BEAM UP startet (Creative Europe)
Das Konsortium unter Federführung der Cooperativa Atlante (Italien) mit MSU Museum (Zagreb), Istituto dei Ciechi di Milano und The Glucksman (UCC, Cork) erhält 199.988 € aus dem Programm Creative Europe — Smaller Scale Cooperation, um die Museumserfahrung gemeinsam mit blinden und sehbehinderten Menschen zu gestalten.
- 29. Juli 2022
Eröffnung von Fashion Show
The Glucksman eröffnet «Fashion Show: Clothing, Art and Activism», kuratiert von Chris Clarke und Fiona Kearney als Teil von BEAM UP. Neben dem Einleitungstext wird ausdrücklich die Einbindung von taktilen Elementen sowie Navigations- und Audio-Ressourcen in Saal und online angekündigt.
- Sommer–Herbst 2022
NaviLens-Codes an Türen, Intro und Beschriftungen
Das Team setzt NaviLens-Codes am Haupteingang der Galerie ein, am Einleitungspaneel «Fashion Show», an den Abschnittstexten («Fashion Statements») und neben konkreten Werkbeschriftungen — von Malick Sidibé und Anna-Sophie Berger bis Tenant of Culture oder Alicia Framis.
- 6. Nov 2022
Ausstellungsende und Verfestigung des Modells
Nach 14 Wochen Laufzeit verfestigt Fashion Show den Einsatz von NaviLens innerhalb des BEAM-UP-Modells des Glucksman, das als europäische Referenz für eine mit blinden Menschen co-gestaltete Museumsbarrierefreiheit erhalten bleibt.
§ Was sie sagten
Was The Glucksman und Creative Europe sagten.
“Fashion Show is part of BEAM UP, a Creative Europe funded project to encourage the participation of visually impaired people in the planning and experience of museum activities. The displays will include a range of tactile elements, navigation and audio resources available in the gallery and online on our website.”
“BEAM UP is a project born to help museums to move from the production of services for people with visual impairments to the production of services done together with the visually impaired in the field of contemporary art.”
“Funding Strand: Smaller Scale Cooperation · Funding Amount €199,988 · Irish partner: Glucksman Gallery, UCC, Cork.”
§ Wo das System sitzt
Eingang, kuratorischer Text und Werkbeschriftungen.




§ Ergebnisse
Ein europäischer Saal — barrierefrei von der Tür bis zur letzten Beschriftung.
1 App
Kostenloses NaviLens — dasselbe wie bei MTA, EUIPO oder NIU
0 Hardware
Keine zusätzliche Installation im Saal außer dem gedruckten Code
EU-gefördert
Unterstützt von Creative Europe + UCC + Arts Council of Ireland
§ Und Ihr Reiseziel?
Auch Ihr Reiseziel kann in 42 Sprachen führen.
Erzählen Sie uns von Ihren Routen, Büros, Denkmälern oder Sälen. Wir zeigen Ihnen, wie NaviLens Ihr Angebot zugänglich machen würde —mit vergleichbaren Fällen.


