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    Fallstudie · Wien

    Dreiundzwanzig Tore, die ihre Geschichte laut erzählen.

    Im Oktober 2024 hat die Universität Wien ihre 23 Tore der Erinnerung am Campus (ehemaliges AKH) mit neu gestalteten barrierefreien Tafeln wiedereröffnet — mit jeweils einem NaviLens-Code: die Erinnerung des Campus, vorgelesen auf Deutsch und Englisch.

    Blaue Tafel „Tore der Erinnerung – Nr. 18 Seligmann-Tor“ für Franz Romeo Seligmann (1808–1892) in einer Passage des Campus der Universität Wien; am Tafelfuß NaviLens-Code, Liste der 23 Tore und schematischer Campusplan

    Wien · Alsergrund

    Campus der Universität Wien (ehemaliges Allgemeines Krankenhaus / Altes AKH)

    23 Tore der Erinnerung

    Tore und Passagen, benannt nach mit der Universität verbundenen Persönlichkeiten

    Oktober 2024

    Wiedereröffnung mit neuen barrierefreien Tafeln + NaviLens-Codes

    DE · EN · Audio

    Mehrsprachige Sprachausgabe via NaviLens GO

    Der Kunde

    Universität Wien
    Campus Altes AKH

    Die Universität Wien ist die älteste deutschsprachige Universität, mit fast 90 000 Studierenden. Ihr Campus belegt das Areal des ehemaligen Allgemeinen Krankenhauses im Alsergrund: 9 Höfe und 23 Passagen, die 1998 als Tore der Erinnerung nach mit der Universität verbundenen Persönlichkeiten benannt wurden.

    Im Oktober 2024, im Rahmen des Projekts „650 plus — Geschichte der Universität Wien“, wurden die neuen Tafeln präsentiert: überarbeitete Texte, erweiterte Biografien, Orientierungsplan und ein NaviLens-Code zur Sprachausgabe.

    Das Projekt fügt sich in das Portal Universität Wien barrierefrei ein — die übergreifende Accessibility-Strategie der Universität für Menschen mit sensorischer, motorischer oder kognitiver Behinderung.

    § Die Herausforderung

    Damit die Erinnerung des Campus mit allen spricht.

    1. 01

      Erinnerung ohne Zugang ist halbe Erinnerung

      Seit 1998 tragen die 23 Passagen die Namen historischer Persönlichkeiten der Universität Wien. Die ursprünglichen Tafeln waren rein visuell: Für blinde, sehbehinderte oder nicht-deutschsprachige Menschen blieb die Erinnerungsschicht des Campus stumm.

    2. 02

      Ein offener, stark frequentierter Campus

      Das Alte AKH ist heute ein öffentlicher Park, Tag und Nacht offen. Jede Lösung musste für Studierende, Nachbarschaft und Besucher funktionieren — ohne neues Mobiliar, ohne Bildschirme und ohne Eingriff in denkmalgeschützte Mauern.

    3. 03

      Kritische Überarbeitung des Narrativs

      Die Erneuerung wurde genutzt, um Biografien zu überarbeiten und problematische Figuren zu ersetzen. Die neuen Tafeln mussten zugleich schön, barrierefrei und mehrsprachig sein — kohärent zum Portal „Universität Wien barrierefrei“.

    Nahaufnahme der neuen blauen Tafel der Tore der Erinnerung: quadratischer mehrfarbiger NaviLens-Code mit Marke „NaviLens GO App · Accessible QR Code“ und weiße typografische Liste der nummerierten Tore auf gesättigtem Universitätsblau

    § Die Lösung

    Ein Code pro Tor, dieselbe Biografie laut vorgelesen.

    Jede der 23 Tafeln trägt einen NaviLens-Code neben der vollständigen Tore-Liste und einem kleinen Campusplan. Mit der NaviLens GO-App wird der Code aus mehreren Metern ohne Fokussieren erkannt und der vollständige Inhalt auf Deutsch oder Englisch vorgelesen.

    Das System ergänzt die grosse, kontrastreiche Typografie der neuen Tafeln (für Sehbehinderung konzipiert) und die digitale Tour im Portal 650 plus.

    Null Eingriffe in die Mauern des Alten AKH: Die Codes sind direkt auf die Tafel gedruckt — austauschbar und pflegbar wie jede andere institutionelle Beschilderung.

    § Über den Campus

    Von Hell-Tor bis Tietze-Tor, ohne jemanden zurückzulassen.

    Tafel „Tore der Erinnerung – Nr. 13 Hell-Tor“ für den Astronomen Maximilian Hell (1720–1792) an einer Mauer einer Campus-Passage; darunter NaviLens-Code und Liste der 23 Tore mit Mini-Campusplan
    Tafel „Tore der Erinnerung – Nr. 16 Richter-Tor“ für die Romanistin Elise Richter (1865–1943) in einer gewölbten Passage des Campus der Universität Wien; im Hintergrund eine Mutter mit Lastenfahrrad und Kind unter herbstlichen Bäumen
    Tafel „Tore der Erinnerung – Nr. 23 Tietze-Tor“ für die Kunsthistorikerin Erica Tietze-Conrat (1883–1958), rechts neben einem Torbogen zum Campushof mit Holzbänken und grünen Bäumen
    Detail der blauen Tafel der Tore der Erinnerung im Bereich „New York University“: weisser Text auf Blau, mehrfarbiger NaviLens-Code mit Marke „NaviLens GO App · Accessible QR Code“
    Schräge Seitenansicht der blauen Tafel der Tore der Erinnerung mit vollständiger Liste der 23 Tore in zwei Spalten und darüber dem in Weiss gerahmten NaviLens-Code
    Tafel „Tore der Erinnerung – Nr. 18 Seligmann-Tor“ für Franz Romeo Seligmann (1808–1892), ersten Professor für Geschichte der Medizin der Universität Wien

    Die 23 Tore durchqueren die 9 Höfe des Campus und bilden eine durchgehende Route: von Bühler-Tor und Sonnenfels-Tor bis Tietze-Tor, vorbei an Freud-Tor, Suess-Tor, Holzknecht-Tor, Bolla-Kotek-Tor, Hell-Tor, Richter-Tor, Seligmann-Tor oder Browne-Tor.

    § Warum es zählt

    Universitäres Erbe, wirklich geteilt.

    Hörbare Erinnerung

    Blinde, sehbehinderte, dyslektische oder nicht-deutschsprachige Personen erreichen die Biografien per Sprachausgabe — ohne zusätzliche Eingriffe in denkmalgeschützte Mauern.

    Universität barrierefrei

    Konsistent mit dem Accessibility-Portal der Universität Wien und dem digitalen „650 plus“-Rundgang.

    Pro Tafel skalierbar

    Gleiches grafisches Muster für alle 23 Tore: einmal gelöst, skaliert wie jede andere institutionelle Beschilderung.

    Quellen: APA Science — „Neu gestaltete ‚Tore der Erinnerung‘ am Campus der Universität Wien“ (24. Okt. 2024); ORF Wien — „Neue ‚Tore der Erinnerung‘ am Uni-Campus“ (4. Nov. 2024); MeinBezirk Alsergrund — „Uni Wien präsentiert neu gestaltete Tore der Erinnerung“; Universität Wien · 650 plus — „Tore der Erinnerung am Campus“; Universität Wien barrierefrei.

    § Und Ihre Einrichtung?

    Jeder Hörsaal und jede Sprechstunde kann per Sprache geleitet werden.

    Erzählen Sie uns von Ihrer Einrichtung, Ihren Wegen und Ihren Nutzern. Wir zeigen Ihnen, wie NaviLens die Orientierung erleichtern würde.