Fallstudie · Wien
Dreiundzwanzig Tore, die ihre Geschichte laut erzählen.
Im Oktober 2024 hat die Universität Wien ihre 23 Tore der Erinnerung am Campus (ehemaliges AKH) mit neu gestalteten barrierefreien Tafeln wiedereröffnet — mit jeweils einem NaviLens-Code: die Erinnerung des Campus, vorgelesen auf Deutsch und Englisch.

Wien · Alsergrund
Campus der Universität Wien (ehemaliges Allgemeines Krankenhaus / Altes AKH)
23 Tore der Erinnerung
Tore und Passagen, benannt nach mit der Universität verbundenen Persönlichkeiten
Oktober 2024
Wiedereröffnung mit neuen barrierefreien Tafeln + NaviLens-Codes
DE · EN · Audio
Mehrsprachige Sprachausgabe via NaviLens GO
Der Kunde
Universität Wien
Campus Altes AKH
Die Universität Wien ist die älteste deutschsprachige Universität, mit fast 90 000 Studierenden. Ihr Campus belegt das Areal des ehemaligen Allgemeinen Krankenhauses im Alsergrund: 9 Höfe und 23 Passagen, die 1998 als Tore der Erinnerung nach mit der Universität verbundenen Persönlichkeiten benannt wurden.
Im Oktober 2024, im Rahmen des Projekts „650 plus — Geschichte der Universität Wien“, wurden die neuen Tafeln präsentiert: überarbeitete Texte, erweiterte Biografien, Orientierungsplan und ein NaviLens-Code zur Sprachausgabe.
Das Projekt fügt sich in das Portal Universität Wien barrierefrei ein — die übergreifende Accessibility-Strategie der Universität für Menschen mit sensorischer, motorischer oder kognitiver Behinderung.
§ Die Herausforderung
Damit die Erinnerung des Campus mit allen spricht.
- 01
Erinnerung ohne Zugang ist halbe Erinnerung
Seit 1998 tragen die 23 Passagen die Namen historischer Persönlichkeiten der Universität Wien. Die ursprünglichen Tafeln waren rein visuell: Für blinde, sehbehinderte oder nicht-deutschsprachige Menschen blieb die Erinnerungsschicht des Campus stumm.
- 02
Ein offener, stark frequentierter Campus
Das Alte AKH ist heute ein öffentlicher Park, Tag und Nacht offen. Jede Lösung musste für Studierende, Nachbarschaft und Besucher funktionieren — ohne neues Mobiliar, ohne Bildschirme und ohne Eingriff in denkmalgeschützte Mauern.
- 03
Kritische Überarbeitung des Narrativs
Die Erneuerung wurde genutzt, um Biografien zu überarbeiten und problematische Figuren zu ersetzen. Die neuen Tafeln mussten zugleich schön, barrierefrei und mehrsprachig sein — kohärent zum Portal „Universität Wien barrierefrei“.

§ Die Lösung
Ein Code pro Tor, dieselbe Biografie laut vorgelesen.
Jede der 23 Tafeln trägt einen NaviLens-Code neben der vollständigen Tore-Liste und einem kleinen Campusplan. Mit der NaviLens GO-App wird der Code aus mehreren Metern ohne Fokussieren erkannt und der vollständige Inhalt auf Deutsch oder Englisch vorgelesen.
Das System ergänzt die grosse, kontrastreiche Typografie der neuen Tafeln (für Sehbehinderung konzipiert) und die digitale Tour im Portal 650 plus.
Null Eingriffe in die Mauern des Alten AKH: Die Codes sind direkt auf die Tafel gedruckt — austauschbar und pflegbar wie jede andere institutionelle Beschilderung.
§ Über den Campus
Von Hell-Tor bis Tietze-Tor, ohne jemanden zurückzulassen.
Die 23 Tore durchqueren die 9 Höfe des Campus und bilden eine durchgehende Route: von Bühler-Tor und Sonnenfels-Tor bis Tietze-Tor, vorbei an Freud-Tor, Suess-Tor, Holzknecht-Tor, Bolla-Kotek-Tor, Hell-Tor, Richter-Tor, Seligmann-Tor oder Browne-Tor.
§ Warum es zählt
Universitäres Erbe, wirklich geteilt.
Hörbare Erinnerung
Blinde, sehbehinderte, dyslektische oder nicht-deutschsprachige Personen erreichen die Biografien per Sprachausgabe — ohne zusätzliche Eingriffe in denkmalgeschützte Mauern.
Universität barrierefrei
Konsistent mit dem Accessibility-Portal der Universität Wien und dem digitalen „650 plus“-Rundgang.
Pro Tafel skalierbar
Gleiches grafisches Muster für alle 23 Tore: einmal gelöst, skaliert wie jede andere institutionelle Beschilderung.
Quellen: APA Science — „Neu gestaltete ‚Tore der Erinnerung‘ am Campus der Universität Wien“ (24. Okt. 2024); ORF Wien — „Neue ‚Tore der Erinnerung‘ am Uni-Campus“ (4. Nov. 2024); MeinBezirk Alsergrund — „Uni Wien präsentiert neu gestaltete Tore der Erinnerung“; Universität Wien · 650 plus — „Tore der Erinnerung am Campus“; Universität Wien barrierefrei.
§ Und Ihre Einrichtung?
Jeder Hörsaal und jede Sprechstunde kann per Sprache geleitet werden.
Erzählen Sie uns von Ihrer Einrichtung, Ihren Wegen und Ihren Nutzern. Wir zeigen Ihnen, wie NaviLens die Orientierung erleichtern würde.


