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    Fallstudie · Melbourne · Australien · Multimodales Wayfinding

    Melbourne, geleitet in Schichten: vom Bahnhofsaufzug bis zur Tram-Haltestelle.

    Der NaviLens-Rollout in Victoria beschränkt sich nicht auf das Rollmaterial. Dieselben Codes wandern auch durch die Wayfinding-Infrastruktur: Aufzüge im Bahnhof Flagstaff, taktile Bodenführungen, Tram-Haltestellen an der Bucht und das spezielle Wayfinding-Trial in Footscray bis Juli 2024.

    Zugang zum «Lift Number 2» in Melbournes Flagstaff Railway Station: schwarzes hängendes Schild mit grünem «Lift»-Schriftzug und Piktogrammen für Aufzug, Kinderwagen und Rollstuhl; Edelstahlaufzug mit seitlichem Bedienpanel und weiß umrahmtem NaviLens-Code neben der Taste, auf grauem Granitboden mit gelbem Leitstreifen

    Multimodal

    Bahn · Tram · Stadthaltestellen

    Flagstaff

    Wayfinding an Aufzügen und Bahnsteigen

    Footscray

    Wayfinding-Trial bis Jul 2024

    30+ Sprachen

    Audio und Text auf derselben Beschilderung

    Das Projekt

    Wayfinding über das bestehende Netz

    Nach dem Erfolg des Pilotprojekts von Yarra Trams auf der Route 96 weiteten Victorias Department of Transport and Planning und Partner den Rollout auf die gemeinsam genutzte Wayfinding-Infrastruktur aus: Der Code liegt genau dort, wo sehbehinderte, blinde oder Englisch nicht beherrschende Reisende den nächsten Schritt entscheiden müssen.

    In der Flagstaff Railway Station, mitten im City Loop, sitzen die Codes neben den Aufzugstasten «Lift Number 2» zwischen Halle und Bahnsteig sowie am Boden — am Beginn der taktilen Leitstreifen. Im Tram-Netz wurde das Wayfinding bis 31. Juli 2024 mit einem speziellen Trial nach Footscray erweitert sowie auf Haltestellen am Uferweg Richtung Port Melbourne.

    Die Philosophie ist klar: Ein einziger Aufkleber liefert gleichzeitig Audio, Text und über 42 Sprachen, ohne Bauarbeiten und ohne die bestehende visuelle Beschilderung zu ersetzen. Wayfinding ist keine statische Karte mehr, sondern eine digitale Schicht über der physischen Umgebung.

    § Wie das Wayfinding gestaltet wird

    Ein Code an jedem Entscheidungspunkt.

    1. 01

      Codes am Entscheidungspunkt

      Der Wayfinding-Rollout platziert die Codes genau dort, wo man entscheiden muss: neben der Aufzugstaste in Flagstaff, am Boden am Beginn der Leitstreifen, am Innenglas einer Tram-Haltestelle. Die Information kommt genau in dem Moment, in dem man die Umgebung betrachtet.

    2. 02

      Eine Beschilderung, mehrere Schichten

      Jeder Code liefert Audio, Text und Übersetzung in über 42 Sprachen — aus demselben physischen Aufkleber. In Melbourne, wo jeder Dritte zuhause eine andere Sprache als Englisch spricht, dient das Wayfinding gleichzeitig blinden, sehbehinderten, touristischen und neu zugewanderten Fahrgästen.

    3. 03

      Durchgängige Tür-zu-Tür-Führung

      Der Pilot wurde so konzipiert, dass die gesamte Reise verknüpft ist: dieselben Codes führen vom Straßeneingang des Bahnhofs über den Aufzug zwischen Halle und Bahnsteig, die Tram-Haltestelle und das Innere der Tram selbst — mit Echtzeit-Ankunftszeiten aus dem Leitzentrum von Yarra Trams.

    § Der Rollout von innen

    Multimodales Wayfinding, eine Lesung.

    Weiß umrahmter NaviLens-Code auf dem Asphalt, direkt vor einem Leitstreifen mit erhabenen weißen Noppen, am Fußgängerzugang zu einem Bahnsteig mit Metallgeländer
    Tram-Haltestelle mit grün-blauem Glasdach und gelben Trägern am Uferweg Melbournes, mit innen am Glas angebrachtem Schild «Use NaviLens at this tram stop» neben einem weiß umrahmten NaviLens-Code; im Hintergrund Palmen und die Bucht
    Offizielles grün-weißes «What is NaviLens?»-Plakat im Inneren einer gelben Yarra-Trams-Tram, mit dem Foto eines jungen Reisenden mit Kopfhörern, der mit dem Smartphone einen NaviLens-Code scannt; darunter Anleitung zum App-Download, QR, PTV-Telefon 1800 800 007 und Logos von Victoria State Government, Yarra Trams und Public Transport Victoria

    § Warum es zählt

    Das Wayfinding ist nicht mehr auf das Sehen angewiesen.

    Selbstständigkeit

    Wissen, welchen Aufzug man nehmen muss, wo der Bahnsteig beginnt oder ob dies die richtige Haltestelle ist — ohne nachzufragen. Barrierefreie Beschilderung wird für blinde und sehbehinderte Fahrgäste selbstbedienbar.

    Multimodal

    Stadtbahn (Flagstaff), Tram (Yarra Trams) und Uferhaltestellen sprechen dieselbe Sprache. Die Reisekette bricht beim Verkehrsmittelwechsel nicht ab.

    Ohne Bauarbeiten

    Die Codes werden auf bestehender Beschilderung und Stadtmobiliar angebracht. So lässt sich barrierefreies Wayfinding auch auf komplexe Bahnhöfe wie Footscray mit einem begrenzten Trial ausdehnen — ohne Bauprojekt.

    § Und Ihr Netz?

    Auch Ihre nächste Station kann sprechen.

    Erzählen Sie uns von Ihrem Netz, den kritischen Punkten und den KPIs, die Sie verbessern möchten. Wir zeigen Ihnen, wie NaviLens passen würde —mit vergleichbaren Fällen.