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    Fallstudie · Madrid

    Madrids Skyline, in 92 m Höhe laut erzählt.

    Nach der Wiedereröffnung des Faro de Moncloa im März 2021 als „hundertprozentig barrierefreier“ Aussichtspunkt integrierte Madrid Destino NaviLens in das neue Informationsgeländer: Jede Tafel — der Castro-Plan, die Aussichten auf Moncloa, die Skyline — trägt ihren eigenen Code, der ihren Inhalt in der Sprache des Besuchers laut vorliest.

    Informationsgeländer der Aussichtsplattform des Faro de Moncloa: Auf einer schwarzen Tafel, die „The Castro Plan“ auf Spanisch und Englisch erklärt, ermöglicht ein weiß gerahmter quadratischer NaviLens-Farbcode, den Inhalt der Tafel über das Handy zu hören

    Faro de Moncloa

    Städtischer Aussichtspunkt in 92 m Höhe · Madrid Destino

    März 2021

    Wiedereröffnung nach den Arbeiten zur universellen Barrierefreiheit

    Informationsgeländer

    Jede Tafel der Aussichtsplattform mit eigenem NaviLens-Code

    ES · EN

    Sprachausgabe in der Sprache des Mobiltelefons des Besuchers

    Der Kunde

    Stadt Madrid
    Madrid Destino · Faro de Moncloa

    Der Faro de Moncloa ist ein ehemaliger 110 Meter hoher Beleuchtungsturm, der 1992 anlässlich der Ernennung Madrids zur Europäischen Kulturhauptstadt errichtet wurde. Heute ist er einer der einzigartigsten Aussichtspunkte der Stadt, betrieben von Madrid Destino unter dem delegierten Bereich Tourismus der Stadt Madrid.

    Nach umfassenden Renovierungsarbeiten wurde der Faro am 30. März 2021 als vollständig barrierefreier Raum wiedereröffnet: Rampe von der Straße, angepasstes Foyer und WCs, Ersatz einer der Treppen der Aussichtsplattform durch eine Rampe und vor allem ein neues Informationsgeländer, abgesenkt, damit auch Rollstuhlfahrer es nutzen können.

    An diesem Geländer erzählt jede Tafel eine Aussicht auf Madrids Skyline oder eine Episode seiner Stadtgeschichte. Um diese Inhalte für Menschen mit Sehbehinderung und für ausländische Besucher zugänglich zu machen, ergänzte der Faro jede Tafel mit NaviLens-Codes.

    § Die Herausforderung

    Damit jeder den Horizont lesen kann, ohne die Tafel zu berühren.

    1. 01

      Ein Aussichtspunkt in 92 m Höhe mit für viele Besucher unerreichbaren Tafeln

      Das kreisförmige Geländer des Faro erzählt Madrids Skyline auf Spanisch und Englisch, doch die Texte waren für Menschen mit Sehschwäche zu klein oder zu weit entfernt und für Blinde unzugänglich. Die Deutung des Horizonts hing fast immer von der Begleitperson ab.

    2. 02

      Renovieren, ohne das ursprüngliche Geländer zu verlieren

      Die Arbeiten von 2021 senkten das Geländer ab, damit auch Rollstuhlfahrer es erreichen konnten, doch der Inhalt — die Pläne, die Illustrationen Madrids, die historischen Texte — sollte unverändert erhalten bleiben. Es brauchte eine barrierefreie Schicht, die die Tafel weder verdeckt noch ersetzt.

    3. 03

      Eine einzige Geste, in jeder Sprache

      Der Besucher des Faro schaut auf den Horizont: Er möchte nicht stehen bleiben, um ein Schild zu lesen oder etwas Kompliziertes herunterzuladen. Das barrierefreie Signal musste aus mehreren Metern Entfernung ohne Fokussieren erkannt werden und die entsprechende Tafel in der Sprache des Mobiltelefons des Nutzers laut vorlesen.

    Detail einer Tafel am Informationsgeländer des Faro de Moncloa mit einer auf schwarzem Hintergrund reliefartig eingravierten Luftkarte; in der Mitte ermöglicht ein weiß gerahmter quadratischer NaviLens-Farbcode, die Beschreibung des Panoramas zu hören

    § Die Lösung

    Ein Code pro Tafel am Geländer.

    Jede Tafel der Aussichtsplattform trägt einen daneben gedruckten NaviLens-Code. Der Besucher richtet die Handykamera aus mehreren Metern Entfernung ohne Fokussieren darauf, und die kostenlose App NaviLens GO liest ihm den Inhalt der Tafel in der Sprache seines Telefons laut vor.

    In der Praxis ergänzt der Code die ursprüngliche Tafel: Eine blinde oder sehbehinderte Person hört dieselben Informationen, die ein sehender Besucher sieht, und ein internationaler Tourist erhält sie in seiner eigenen Sprache, ohne den englischen Text der Tafel lesen zu müssen.

    Ein zusätzliches Schild auf der Aussichtsplattform weist auf die Codes hin und erklärt deren Nutzung. Es vervollständigt eine barrierefreie Schicht, die zum abgesenkten Geländer und zur Innenrampe der Renovierung von 2021 hinzukommt.

    § Die Aussichtsplattform

    Vom Geländer zum Schild der Aussichtsplattform.

    Tafel „The Castro Plan / Plan Castro“ am Geländer des Faro de Moncloa mit Text auf Spanisch und Englisch und einem weiß gerahmten NaviLens-Code in der Mitte
    Tafel am Geländer mit einer reliefartig eingravierten Luftkarte und einem quadratischen NaviLens-Code in der Mitte; im Hintergrund die Schilder „2 Meter Abstand halten“ der Aussichtsplattform
    Foyer der Aussichtsplattform des Faro de Moncloa: An der schwarzen Wand weist ein Schild auf die NaviLens-Codes des Informationsgeländers hin, neben einer Vitrine mit „Madrid“-Merchandising und dem Eingang zum Panoramaaufzug

    Die Codes sind in der passenden Höhe des Geländers neben der entsprechenden Tafel angebracht, sodass der Nutzer sie mit einem Schwenk des Handys erkennen kann, ohne auf einen genauen Punkt zielen zu müssen.

    § Warum es zählt

    Eine hundertprozentig barrierefreie Aussichtsplattform — auch für Blinde.

    Autonomie

    Der Besucher mit Sehbehinderung ist nicht mehr von einer Begleitperson abhängig, um zu verstehen, was er betrachtet: Das Handy liest ihm jede Tafel vor.

    Mehrsprachig

    Die Sprachausgabe erfolgt in der Sprache des Mobiltelefons, was das touristische Erlebnis über das Spanisch und Englisch der Originaltafel hinaus erweitert.

    Zusätzliche Schicht

    NaviLens ergänzt das abgesenkte Geländer und die Innenrampe: Die universelle Barrierefreiheit des Faro fügt Schichten hinzu, statt das Bestehende zu ersetzen.

    § Und Ihr Reiseziel?

    Auch Ihr Reiseziel kann in 42 Sprachen führen.

    Erzählen Sie uns von Ihren Routen, Büros, Denkmälern oder Sälen. Wir zeigen Ihnen, wie NaviLens Ihr Angebot zugänglich machen würde —mit vergleichbaren Fällen.